Fütterung der Chinchillas
© Dr. Doris Quinten

Allgemeines

Freilebende Chinchillas sind als Bewohner von Dürregebieten sehr genügsam. Große Mengen von nährstoffreichem Futter vertragen sie daher schlecht. Die tägliche Ration für ein Chinchilla besteht aus einer Hand voll gutem Heu, einem gehäuften Kaffeelöffel Körnergemisch (mehr nicht!) und wenig Grünfutter.

gutes Heu

Eine Hand voll täglich ist als Ballastfutter zu jeder Jahreszeit unbedingt nötig. Das Heu darf keinerlei Anzeichen vom Schimmelbildung aufweisen, wie z.B. muffigen Geruch o.ä.

Grundfuttermischung

  • 500 g Weizenkleie
  • 250 g Weizenkeime
  • 50 g Knochenmehl
  • 100 g Trockenhefe
  • 100 g Leinsamenschrot
  • 250 g Gerste
  • 250 g Weizen
  • 250 g Hafer
  • 200 g Haferflocken
  • 50 g Magermilchpulver
oder spezielles Fertigfutter für Chinchillas täglich ein gehäufter Kaffeelöffel

Grünfutter

ungespritztes ungedüngtes Gras, Salat, Karotten, Topinambur, Sellerie samt Kraut, Äpfel, Birnen, Trauben, Bananen, Alfalpha, Löwenzahn

Nagematerial

Nagestein, Zweige oder Rindenstücke von Ulmen, Weinstock, Johannisbeere, Esche, Weide, Apfelbaum, Birnbaum, Pappeln
Andere Baumarten dürfen nicht verwendet werden, da verschiedene Rinden für Chinchillas giftig sind!

Leckerbissen

Kürbiskerne, trockene Feigen, Rosinen, Nüsse, Erdnüsse

frisches Wasser

Chinchillas sollte immer frisches Wasser angeboten werden, auch wenn sie bei Fütterung von Obst und Grünfutter eher wenig trinken

tödlich für Chinchillas sind schimmliges Heu, Hahnenfuß, Mohn, Herbstzeitlose, Fingerhut, Mutterkorn, Schachtelhalm, Schierling, Meerzwiebel, Rinde von Lorbeer, Kirschbaum, Eiche, Holunder, Eibe, Rhododendron, Akazie